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Kinderwunsch bei Endometriose
Bei der Endometriose handelt es sich um ein Wachstum von verschleppter Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle. Zur Zyklusmitte baut sich auch diese auf und blutet zum Zyklusende ab. Da dieses Gewebe jedoch auf normalem Weg nicht ausgestoßen werden kann führt es bei den betroffenen Patientinnen zu sehr starken bis chronischen Schmerzen, die durch Schmerzmittel kaum zu lindern sind. Die Menstruation ist hier viel stärker, länger und auch oft blutsturzartig. Da die Endometrioseherde den gesamten Bauchraum bewandern können, ergeben sich zusätzliche Beschwerden im Verdauungstrakt und der Harnblase. Am häufigsten finden sich die Herde an den Eierstöcken wo sie blutgefüllte Zysten bilden. Die mit Endometriose befallenen Organe verkleben und wachsen narbig zusammen. Die dadurch bedingte gestörte Mobilität von Eierstöcken und Gebärmutter ( die Eileiter bleiben tatsächlich meist durchgängig) ist die häufigste Ursache der verringerten Empfängnisfähigkeit der betroffenen Frauen.
Die operative Entfernung der Endometrioseherde ist die Therapie der Wahl in der Schulmedizin. Allerdings liegt die Rezidivquote bei 50-80% in den ersten 3 Jahren nach der Operation. Auch die Hormontherapie ist aufgrund ihrer starken Nebenwirkungen für die Patientinnen nur zeitlich beschränkt tolerierbar. Eine Schwangerschaft wäre tatsächlich nach einer Operation noch die beste hormonelle Therapie da sie einem Wiederauftreten vorbeugt und somit zu einer Heilung beiträgt.
Da weder der konservative noch der operative Therapieansatz eine langfristige Beschwerdefreiheit erreichen kann, sollte zukunftsweisend eine ganzheitliche Behandlung der Betroffenen angestrebt werden. Die Naturheilkunde eröffnet durch ihre vielseitigen Möglichkeiten der Immunstatusmodulation neue Chancen und Wege in der Endometriosetherapie.
Verschiedene Ursachen spielen bei der Enstehung von Endometriose eine Rolle. Eine Leberschwäche, ein hormonelles Ungleichgewicht, ein Stau der Energie im Becken sowie psychosomatische Faktoren lassen sich in der Praxis fast immer bei den Patientinnen finden. Mein Therapieansatz liegt daher in der Verbindung einer osteopathischen und phytotherapeutischen Behandlung.
Samstag, 20. November 2010